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13. KomponistInnenforum Mittersill
11. - 20. September 2008
...erst im Bruch mit den direkten Neigungen vermag der Mensch zu singen (Ernst Bloch)
... Was aus dem Herzen hervorkommt ist Atem. Sowie das Herz sich regt, entsteht Atemkraft.
Die Atemkaft ist ursprünglich verwandelte Herztätigkeit (Meister Lü Dsu)
STIMME(N) ATME(N)
KOMMUNIKATION KONZERTE AKTIONEN SYMPOSIUM
Elisabeth Harnik (A)
Christian Ofenbauer (A)
Jorge Sánchez-Chiong (Venezuela/A)
Laura Elise Schwendigner (Mexico), im Rahmen des Austauschprogramms des Virginia Center for the Creative Arts
Helena Winkelman (CH)
Franzobel (A)
Hemma Geitzenauer (A)
Karl Baier (D/A)
Parkdeck (D)
Stimme ist Schall, Sprache, Kommunikation, Musik, Gesang. Stimmen ist Abstimmen, Mitstimmen,
Einstimmen, Verstimmen, Überstimmen, Übereinstimmen. Einzelstimme, Vielstimmigkeit, Stimmigkeit.
Atem aber ist Geheimnis, - die Verbindung von Außen und Innen, von Geben und Nehmen, von Tun und Lassen, -
der Anfang von Musik schlechthin. Atmen ist Leben, Mitte, Fluss und Strömen.
Der Schriftsteller Franzobel und der Philosoph und Theologe Karl Baier begleiten dieses Forum als Artists in Residence.
Der Atem ist wesentlicher Bestandteil, fast Synonym für das, was wir Musik nennen.
Ein Vokalensemble im Zentrum dieses Forums fokussiert selbst redend auf diese Thematik,
Komponieren für, - Arbeiten mit Stimmen ist ein ursprünglicher wie grundsätzlicher Ansatz in der Welt der Musik.
Das 6. Symposium im Rahmen des 13. KomponistInnenforums Mittersill wird sich ebenfalls mit den Phänomenen
Stimme und Atem auseinandersetzen. Beiträge aus den Bereichen Kunst und Wissenschaft könnten der aktuellen
Musizier- und Rezeptionspraxis neue Impulse geben: Körperlichkeit und Spiritualität sind zwei von vielen möglichen.
Mit Ernst Fürlinger, Werner Kodytek, Didi Bruckmaier, Erwin Ortner, Klaus Lang u. a.
Ein Workshop mit den SchülerInnen des BORG Mittersill steht auch heuer wieder auf dem Programm des Kofomi.
last update: 12.06.2008
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DONNERSTAG ,11.09.
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19:00 Uhr Schachernhof
Anreise, Vorbesprechung
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FREITAG, 12.09.
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11:00 Uhr
Eröffnung Symposium
11:30-12:30 und 14.00-17:30
Symposium Teil I
19:30 Musikum Mittersill Chill in musikalische Vorstellrunde
mit Werner Kodytek, Parkdeck, Hemma Geitzenauer u. a.
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SAMSTAG, 13.09.
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10:00-12:30 und 14:00-17:30
Symposium Teil II
18:00 Schachernhof
Eröffnung mit Markus Wintersberger, Alois Huber und Andrea Nagl
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SONNTAG, 14.09.
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19:30 St. Annakirche Konzert
Christine Whittlesey, Sopran
Walter Würdinger, Gitarre
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MONTAG, 15.09.
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10:00 - 18:00 Marktplatz
Webern Uhr Werk/Karlheinz Essl
19:30 Musikum Berührungsraum I
(Sánchez-Chiong, Harnik, Baier, NN)
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DIENSTAG, 16.09.
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19:30 Konditorei Pletzer
Berührungsraum II
(Winkelman, Geitzenauer, Ofenbauer)
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MITTWOCH, 17.09.
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19:30 Pfarrkirche St. Leonhard
Chorkonzert
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DONNERSTAG, 18.09.
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8:3012:30 Workshop/BORG-Mittersill
19:30 Musikum Mittersill
ein klang-Kino
Lesung Franzobel
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FREITAG, 19.09.
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15:00 Panoramasaal Workshoppräsentation HS Uttendorf
19:30 Musikum Mittersill
Nacht der experimentellen Musi
mit Agnes Heginger, Herbert Weixelbaum u. a.
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SAMSTAG, 20.09.
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19:30 Musikum Schlusskonzert
mit Uraufführungen der Werke von Elisabeth Harnik, Helena Winkelmann,
Jorge Sánchez-Chiong, Christian Ofenbauer, Hemma Geitzenauer u. a. / Ensemble Parkdeck
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Elisabeth Harnik
Komponistin, Pianistin
Geb. 1970 in Graz. Lebt in Gams. Zunächst klassisches Klavierstudium. Sowohl als Interpretin ihrer Kompositionen als auch als Pianistin und Sängerin
in verschiedensten Bereichen der improvisierten Musik begann sie ihre künstlerische Laufbahn. Studium der Komposition
bei Beat Furrer an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz folgte. Ihre Kompositionen waren unter anderem
beim Hörfest Graz, den Münchner Opern-Festspielen, im Rahmen des Wiener Mozartjahrs, oder etwa am Grazer Opernhaus zu hören. Neben ihrer Kompositionstätigkeit ist sie als Improvisatorin auf nationalen und internationalen Festivals (Ulrichsberger Kaleidophon,
MusicAcoustica, Beijing, Umbrella Music Festival, Chicago u.v.m.) vertreten.
Jorge Sánchez-Chiong
wurde 1969 in Caracas/Venezuela geboren, und lebt seit 1988 als freischaffender Künstler in Wien,
wo ihm die wichtigsten Ensembles für neue Musik zahlreiche Aufträge erteilt haben. Seine Werke,
die an der Lebendigkeit und Spontaneität einer Improvisation ansetzen, sprengen den Rahmen der Konzertmusik und
setzen sich im Bereich des experimentellen Theaters, der Videokunst, Tanz und Elektronik fort. Schwerpunkt seines
Schaffens ist die enge Zusammenarbeit mit Künstlern aus verschiedenen Sparten und Stilrichtungen
Laura Elise Schwendinger
1962 Mexico City DF (Mexico). Kompositionsstudium an der University of California, Berkeley bei Andrew Imbrie.
Laura Elise Schwendigner unterrichtet Kompositon an der Universität Wisconsin-Madison,
wo sie auch das Contemporary Chamber Ensemble leitet.
Christian Ofenbauer
1961 in Graz geboren, Orgel- und Theorieunterricht am Landeskonservatorium Klagenfurt,
Studium an der Wiener Musikhochschule bei Herbert Tachezi (Konzertfach Orgel),
Alfred Uhl (Tonsatz)und Friedrich Cerha (Komposition), Privatstudien zur Aufführungspraxis Alter Musik mit Josef Mertin,
1986/87 Studienaufenthalt in Paris (Kontakte zu Pierre Boulez),
1982 -87 intensive Zusammenarbeit mit dem Wiener TheaterAngelusNovus als Komponist,
1982 -87 Titularorganist an der Wiener Votivkirche, 1983 -92 Mitglied des Ensembles die reihe,
Konzerte und Rundfunkaufnahmen als Organist, Dirigent und Komponist im In- und Ausland,
seit 1988 laufende Vortragsreihe zu Fragen der Neuen Musik im Literarischen Quartier Alte Schmiede Wien,
1999 -2000 Zusammenarbeit mit dem Wiener TheaterKombinat
(Produktion MASSA-KERMYKENE im ehemaligen Schlachthof St. Marx, Chorarbeit und Tätigkeit als Darsteller).
Helena Winkelman,
geb. 1974 in Schaffhausen ist seit 1998 in Basel freischaffend als Geigerin und Komponistin tätig.
Neben der Komposition eigener Werke ist sie international als Interpretin tätig. 1997 gewann sie den
Internationalen Violinwettbewerb Andrea Postacchini in Italien und in 2001 den Pro Musicis Award,
Paris worauf sie in 2003/05 eingeladen wurde ihr Solodebut in Carnegie’s Weill Recital Hall, New York
und in der Salle Cortot Paris zu geben. Studium bei Roland Moser 2003 2007 an der Musikakademie Basel
(Diplom in Komposition) Zur Zeit Nachdiplomstudien in Komposition bei Georg Friedrich Haas.
Sie besuchte Meisterkurse bei György Kurtag, Gidon Kremer, Hansheinz Schneeberger,
Gerhard Schultz, Lorand Fenyves und Ferenc Rados
Karl Baier,
geb. 1954 in Landshut (Bayern, Studium der Ethnologie an der Universität Wien,
Ausbildung im Ausdruckstanz und Yoga am Institut Schmida, Yogalehrer am Institut Schmida,
Studium der Philosophie. Abschluß mit Dissertation über Wertphilosophie und Phänomenologie
bei Romano Guardini. Intensive Zenpraxis unter Nagaya Roshi und Karl Obermeyer, Studium der
Fachtheologie an der katholisch theologischen Fakultät der Universität Wien. Abschluss mit einer
religionswissenschaftlichen Diplomarbeit über die Rezeptionsgeschichte des Yoga
Yogalehrer-Diplom am Ramamani Iyengar Memorial Yoga Institute in Pune (Indien),
1999 Bestellung zum Assistenzprofessor an der Universität Wien.
Hemma Geitzenauer
geb. in Wien, erforscht als umtriebige Interpretin zeitgenössischer und historischer Musik
seit 2002 intensiv die elektronisch verstärkten Klangmöglichkeiten von historischen Holzflöten.
Die Entwicklung der Feedbackflöte als Performanceinstrument ist ein folgerichtiges Ergebnis dieser Arbeit,
die historische (analoge) Instrumente und deren Musik als materielle Zeitzeugen sich wandelnder Weltbilder versteht.
Damit zu musizieren setzt voraus, diese Instrumente zu begreifen und der ihnen innewohnenden Ideen gewahr zu werden.
Geitzenauer ist den Geheimnissen alter Musik schon seit langer Zeit auf sowohl ernsthafter, humorvoller wie auch
obsessive Weise auf der Spur. Sie leistet neben ihren Interpretationen dadurch enorm anregende und originelle
musik- und kulturwissenschaftliche Beiträge, die für die zeitgenössische Musikkultur äußerst fruchtbar sind (Markus Maida, 2007)
PARKKDECK
Das Duo Parkdeck wurde von den beiden Sängern Alois Späth und Klaus Wenk 2004 gegründet
und ist seither ein Forum für Aufsehen erregende ungewöhnliche Aktionen an ungewöhnlichen Orten.
Das künstlerische Spektrum der Gruppe ist dabei breit gefächert und reicht vom klassischen Konzert
über das Schreiben von Filmmusik und die musikalische Unterlegung von Lesungen bis hin zu Aktionen,
die sich irgendwo im Zwischenbereich von Bühnen-Performance, kammermusikalischem Abend und schräger Party bewegen.
Die Sänger bringen mittelalterliche und zeitgenössische Vokalmusik ein- und zweistimmig zur Aufführung, greifen aber auch
einmal in die Saiten oder Tasten genauso wie sie sich gerne modernster Technik bedienen, um neue elektronische Klangwelten
zu erschließen. All dies tun die Künstler in ihrer gewohnten, fast schon zum Markenzeichen Parkdecks gewordenen minimalistischen
Musizierweise: Parkdeck arbeitet je nach Repertoire mit Gastsängern und -instrumentalisten zusammen.
Als „Ensemble in residence“ beim KomponistInnenforum Mittersill agiert Parkdeck in folgender Besetzung:
Alois Späth Bariton (Elektronik)
Joachim Höchbauer Bass
Alois Späth Bariton Alois Späth erhielt die musikalischen Grundlagen bei den Regensburger Domspatzen.
In Regensburg schloss er als Träger des Julius-Neumüller-Stipendiums in den Fächern Musikwissenschaft und
Germanistik mit dem Magister Artium ab. Schon während dieser Zeit bildete er sich privat gesanglich weiter und
wurde anschließend freischaffender Sänger. Der Bariton erhielt Einladungen von zahlreichen international renommierten
Chören und Ensembles wie z.B. Collegium Vocale Gent, RIAS Kammerchor Berlin, Kammerchor Stuttgart, Weser Renaissance,
Stimmwerck u.a. Das Repertoire reicht dabei von der Musik des Mittelalters und der Renaissance über Werke des Barock und
der Klassik bis hin zur Moderne und zeitgenössischen Musik, wo der Sänger auch solistisch zahlreiche Aufführungen und Uraufführungen gestaltete.
In Regensburg trat Alois Späth im Sommer 2007 als Bass-Solist in Joseph Haydns „Schöpfung“ auf.
Alois Späth ist zudem Initiator zahlreicher musikalischer und kultureller Projekte in Regensburg:
Er ist Mitbegründer des Kunst- und Kulturfördervereins oktogon Niedermünster e.V., Begründer der StimmWercktage Adlersberg,
Initiator des zeit- und stilübergreifenden Projekts DJ Machaut sowie eine Hälfte und mit treibende Kraft des eigenwilligen Duos Parkdeck.
Joachim Höchbauer Bass (Gast) erhielt ebenfalls seine grundlegende musikalische Erziehung bei den Regensburger Domspatzen.
Daraufhin absolvierte er das Studium der Schulmusik an der Hochschule für Musik und Theater in München, wo er bereits wesentliche
Impulse durch den Pianisten Helmut Deutsch und Musikwissenschaftler Siegfried Mauser erfuhr. An der Musikhochschule in Köln
schloss sich das Zusatzstudium Liedbegleitung bei Prof. Glauß an, welches er im Oktober 2004 mit dem Liedbegleitungsexamen beendete.
Im Juli 2006 komplettierte er, ebenso an der Kölner Musikhochschule, seine Ausbildung im Hauptfach Gesang bei Professorin Mechthild Georg
mit dem Diplom.
Nach langjähriger Mitwirkung als Mitglied des Collegium Vocale Gent unter Philippe Herreweghe, tritt er vermehrt als Solist in Erscheinung.
So führten ihn solistische Auftritte u.a. in die Philharmonie Essen, Ruhrfestspielhaus Recklinghausen, Musiktheater Gelsenkirchen,
nach Norwegen, Italien und in die USA.
Joachim Höchbauer konzertierte u.a. mit den Nürnberger Symphonikern, der Neuen Philharmonie Westfalen,
den Bergischen Symphonikern und diversen Barockorchestern wie dem Rheinischen Barockorchester und dem Kölner Barockorchester.
Produktionen am Stadttheater Fürth mit Siegfried Wagners „Der Kobold“ und „Der Heidenkönig“ zählen ebenfalls zu seinen Bühnenauftritten
wie sein Gastspiel im Frühjahr 2007 im Stadttheater Koblenz als Chelsias in Händels „Susanna“.
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